Fassadensanierung mit Wärmedämmung in Basel und Baselland
Eine Fassadensanierung mit Wärmedämmung senkt die Heizkosten, schützt die Bausubstanz und wertet die Liegenschaft auf. Sie ist aber auch der Eingriff, bei dem am meisten falsch gemacht wird. Dieser Beitrag erklärt, worauf es bei einem WDVS ankommt, was es kostet und wie der Ablauf aussieht.
Was ist ein WDVS?
WDVS steht für Wärmedämmverbundsystem. Auf das bestehende Mauerwerk kommen Dämmplatten, darauf ein Armierungsmörtel mit Gewebe, darauf der Deckputz und der Anstrich. Alle Schichten sind aufeinander abgestimmt und stammen vom selben Hersteller.
Genau das ist der Punkt, an dem viele Sanierungen scheitern. Ein WDVS ist ein geprüftes System. Wer Schichten mischt, den Putz eines anderen Herstellers verwendet oder eine Lage weglässt, verliert die Systemgarantie und riskiert Risse, Algenbefall und Ablösungen.

Wann sich eine Fassadensanierung lohnt
Typische Anzeichen:
- Risse im Putz, besonders über Fenster- und Türecken
- Abblätternde Farbe oder hohlliegender Putz
- Algen- oder Moosbewuchs auf der Wetterseite
- Kalte Innenwände und Schimmel in Raumecken
- Hohe Heizkosten trotz neuer Heizung
- Bauzeit vor 1990 ohne je erfolgte Dämmung
Ein Gebäude aus den Sechziger- oder Siebzigerjahren hat oft keine oder nur wenige Zentimeter Dämmung. Der Unterschied zu einem heutigen Aufbau ist erheblich.
Was eine Fassadensanierung kostet
Die Preisspanne ist gross, weil jedes Gebäude anders ist. Was den Preis bestimmt:
- Fassadenfläche und Geschosszahl. Grössere Flächen sind pro Quadratmeter günstiger.
- Gerüst. Ein eigener Kostenblock, abhängig von Höhe, Standzeit und Zugänglichkeit.
- Dämmstärke und Material. EPS ist günstiger, Mineralwolle besser im Brandverhalten und bei der Feuchteregulierung.
- Zustand des Untergrunds. Muss alter Putz abgetragen werden, steigt der Aufwand.
- Detailpunkte. Fensterbänke, Rollladenkästen, Balkonanschlüsse, Sockel. Hier entstehen die meisten Nachträge.
- Oberfläche. Körnung und Putzart beeinflussen Material und Arbeitszeit.
Eine belastbare Zahl gibt es erst nach der Besichtigung. Wer Ihnen am Telefon einen Quadratmeterpreis nennt, ohne das Gebäude gesehen zu haben, rechnet später nach.
Förderbeiträge prüfen
Energetische Sanierungen werden in der Schweiz über das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen unterstützt. Höhe und Bedingungen unterscheiden sich je nach Kanton und ändern sich regelmässig.
Zwei Dinge sind entscheidend: Das Gesuch muss vor Baubeginn eingereicht werden, und die Dämmstärke muss die geforderten Mindestwerte erreichen. Klären Sie das mit der zuständigen kantonalen Stelle, bevor Sie beauftragen.
Der Ablauf einer Fassadensanierung
- Besichtigung. Zustand aufnehmen, Untergrund prüfen, Detailpunkte fotografieren.
- Systemwahl und Offerte. Dämmstoff, Stärke und Putzaufbau festlegen, schriftliche Offerte mit Einzelpositionen.
- Förderung. Gesuch einreichen und Zusage abwarten.
- Gerüst. Aufbau durch den Gerüstbauer, Termin abgestimmt.
- Untergrund. Reinigen, lose Teile abtragen, Grundierung.
- Dämmung. Platten kleben, nach Vorgabe dübeln, Fugen schliessen.
- Armierung. Mörtel mit eingelegtem Gewebe, Diagonalarmierung an den Ecken.
- Deckputz und Anstrich. Nach Trocknungszeit des Armierungsmörtels.
- Abnahme. Gemeinsame Begehung, Mängelliste, Gerüstabbau.
Rechnen Sie bei einem Mehrfamilienhaus mit sechs bis zehn Wochen, abhängig von Witterung und Grösse.
Die häufigsten Fehler
Falsche Jahreszeit
Putz und Klebemörtel brauchen Temperaturen über fünf Grad und dürfen nicht in die Nachtfrostphase kommen. Sanierungen im Spätherbst gehen häufig schief.
Zu wenig Diagonalarmierung
An Fenster- und Türecken entstehen die grössten Spannungen. Ohne zusätzliche Gewebestreifen reisst der Putz dort als Erstes.
Vergessene Detailpunkte
Fensterbänke müssen verlängert, Rollladenkästen gedämmt und Sockelbereiche mit geeignetem Material ausgeführt werden. Wird das übersehen, entstehen Wärmebrücken, die den Nutzen der Dämmung teilweise aufheben.
Systemfremde Materialien
Der billigere Putz vom anderen Hersteller kostet die Systemgarantie. Bei einem Schaden nach fünf Jahren ist das ein teurer Fehler.
Was wir ausführen
Wir arbeiten mit geprüften Systemen namhafter Hersteller und führen die Sanierung vom Untergrund bis zum Anstrich aus:
- Aufnahme und Beurteilung des bestehenden Untergrunds
- Rückbau von schadhaftem Putz
- Verlegen der Dämmung nach Systemvorgabe
- Armierung mit Gewebe und Diagonalarmierung
- Deckputz in der gewünschten Körnung
- Fassadenanstrich
- Koordination mit Gerüstbau und weiteren Gewerken
Für Verwaltungen und Generalunternehmer arbeiten wir mit nachvollziehbaren Ausmassen und Etappenabrechnung.
Häufige Fragen
Braucht eine Fassadensanierung eine Baubewilligung?
Meist ja, da sich Fassadenaufbau und Farbgebung ändern. In Schutzzonen und bei erhaltenswerten Bauten gelten strengere Auflagen. Die Gemeinde gibt Auskunft.
Kann man während der Bauzeit in der Wohnung bleiben?
Ja. Die Arbeiten finden aussen statt. Einschränkungen gibt es beim Gerüst vor den Fenstern und bei Balkonen.
Welche Dämmstärke ist sinnvoll?
Das hängt vom bestehenden Mauerwerk und von den Förderbedingungen ab. Wir rechnen das für Ihr Gebäude durch, statt eine Pauschalzahl zu nennen.
Wie lange hält ein WDVS?
Fachgerecht ausgeführt und mit gepflegtem Anstrich sind mehrere Jahrzehnte üblich. Der Anstrich wird vorher erneuert, das System selbst bleibt.
Ihr nächster Schritt
Wir schauen uns Ihre Fassade kostenlos an und sagen Ihnen, ob eine Sanierung jetzt sinnvoll ist oder ob ein Anstrich für die nächsten Jahre genügt. Rufen Sie an unter 079 878 41 09 oder senden Sie uns eine Anfrage über unser Online Formular.
Airless GmbH, Schluchtstrasse 26, 4142 Münchenstein. Fassaden, Wärmedämmung, Gipser- und Malerarbeiten in Basel und Baselland, seit fünf Generationen.